Fallen und Stellen

Heute Morgen ging es mal wieder rund an den Baustellen und Unfällen auf A8 und A5:

Erst auf der A5, die Baustelle um das Karlsruher Dreieck. Das war echt nicht schön, dank eines Pannenfahrzeuges stand der Verkehr bereits an der Auffahrt Karlsruhe Süd. Ich glaube aber, ich hätte mehr Zeit verloren bei dem Versuch, die Stauung zu umfahren und erst in Karlsbad auf die Autobahn zu gehen – denn Stillstand war es nicht, nur eine lästige Verzögerung. Es ging wie Gelee, und komischerweise: Nach heftigem Stocken auf dem Bereich nach der Verengung von drei auf zwei Spuren ging es – urplötzlich – wieder sehr flüssig, schon vor dem Zerfall in zwei Spuren Richtung Heidelberg und zwei Richtung Stuttgart. Vermutlich ist das Kreuz mit dem Reißverschluss auch mal fällig, ihm einen stauanatomischen Namen und ein paar Überlegungen zu widmen.

Und dann der nächste Schritt – ich war schon an Pforzheim Süd vorbei, da hörte ich: Ungesicherte Unfallstelle zwischen Pforzheim Süd und Rutesheim. Laut Verkehrsservice war die rechte Spur blockiert – und das müssen wohl einige Leute gehört haben. Ein gewisser Trend nach links war kaum zu verleugnen. Daneben gab es auch noch eine „nette“ Struktur zu beobachten: Die Rettungsgasse zwischen mittlerer und linker Spur musste für jedes anrollende Fahrzeug neu geöffnet werden. Die offen zu halten, fiel niemandem ein. Und dann kam ein Fahrzeug mit drei gelben, rotierend-blinkenden Lichtern, scheinbar zum Absaugen von Sprit oder Öl – auf dem Standstreifen heran. Es war wohl nur schwer zu sehen, dass es ein Notfallfahrzeug war – und der erste Instinkt eines LKW-Fahrers zwei LKW vor mir war, halb auf den Standstreifen zu ziehen. Es ist wohl inzwischen so üblich, Staus auf dem Standstreifen zu umfahren, bis zur nächsten Ausfahrt oder noch weiter, dass manche Fahrer eher davon ausgehen, da kommt ein … Besserwisser als ein Notfallfahrzeug. Das fühlt sich nicht schön an, dieser Eindruck.

Als ich jedenfalls an der Unfallstelle ankam, hatte sie die Situation im Bezug auf die Radiomeldung massiv verändert: Alles zog auf den Standstreifen, denn die Bergungsmannschaft hatte alle drei Fahrstreifen gesperrt und leitete auf dem Standstreifen vorbei – die vollgepackte linke Spur, auf die gefühlt alle gewechselt hatten, musste nun auf die Standspur rüber, auf der durch Ausdünnung nur alle 20, nicht alle 5 Meter eine Lücke möglich war – weil es eben NUR LKW und nicht stauüblich größtenteils LKW waren.

Wenn es nicht so viel Zeit kosten würde, wäre das extrem interessant zu beobachten!

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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