Vom alltäglichen Baustellen-Wahnsinn

Heute führte mich mein Arbeitsweg nicht die übliche Strecke entlang, sondern ich musste etwas beim Eichamt in Karlsruhe abholen. Und das gestaltete sich als – freundlich formuliert: Interessant.

Da ich ja weiß – oder wusste – dass in der Reinhold-Frank-Straße gebaut wird oder wurde, mied ich den entsprechenden Weg nach Karlsruhe hinein. Außerdem hab ich mich der Hoffnung hin, dass die Baustelle auf der Südtangente, die von der Pfalz her alles durcheinander bringt, die Fahrt nach Karlsruhe von Süden her nicht betreffen würde. Da es ja auch eine nette Baustelle am Ettlinger Tor gibt und ich für westliche Innenstadt nun nicht über die Durlacher Allee fahren wollte, nahm ich die B36. Von da aus sollte es ja genug freie Möglichkeiten geben, sich zur Siemensallee durchzuschlagen und dann zum Eichamt in der Stephanienstraße zu fahren.

Sollte, wohlgemerkt. Praxis ist was anderes. Denn: Erstens wird auf der Südtangente irgendwo zwischen Mühlburg und der Rheinbrücke in BEIDEN Richtungen gebaut. Ergebnis ist, dass sich der Verkehr, der auf die Südtangente Richtung Pfalz will, bis weit auf die B36 zurückstaute. Für mich hieß das: Biegst Du halt am Entenfang links ab, statt 500m Südtangente auf die Neureuter Straße zu fahren. Aber auch hier – Baustelle. Durch die aufregende Baustelle war es an beiden Möglichkeiten, zu Neureuter- oder Hardtstraße zu kommen, nicht wirklich möglich, effizient abzubiegen.

Ergebnis des Spiels: Statt normaler 25 Minuten kostete mich die Fahrt in die Stadt mehr als eine Dreiviertelstunde. Ich bin SO froh, dass ich nur über die A8 mit ihrer Megabaustelle zwischen Karlsbad und Pforzheim fahren muss! Wenn man im Moment von Westen oder Süden nach Karlsruhe muss, ist man ja wirklich gestraft!

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Über Talianna

Physikerin, Pendlerin, Läuferin, phantasievolle Geschichtenerzählerin inzwischen mit Durchhaltefähigkeit für ein ganzes Buch ... und gelegentlich einfach zu abgelenkte Person.
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3 Antworten zu Vom alltäglichen Baustellen-Wahnsinn

  1. hildegardlewi schreibt:

    Es gibt einen alten Film mit Adriano Celentano. Er f ä h r t frühmorgens zur Arbeit. Geht schlendernd+ um das Haus zur Garage, öffnet die Tür, großkotzig und lässig, verschwindet, und kommt auf Rollschuhen wieder raus, um durch das Straßengewirr zur Arbeit zu fahren. Also, für unvorhergesehene Fälle: Inline- Scater oder wie die Dinger heißen, Rollschuhe sind nicht verkehrt und garantieren pünktliches Ankommen am Zielort-.
    Diesen Rat gebe ich Dir ganz umsonst und sende Dir die schönsten Grüße aus Berlin. Hier bauen sie nämlich auch an allen Ecken und Enden. 😀 Lewi

    • thehighwaytales schreibt:

      Hallo Lewi,
      der Tipp klingt super – nur ist das bei 86km Anfahrt quer durch Süddeutschland leider nicht praktikabel. Da wäre ich ziemlich lange unterwegs und ziemlich schnell ziemlich fit.
      Viele Grüße aus dem verrückten Süden!

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